Es ist mittlerweile klar, dass das Land allmählich in eine Vorwahlperiode eintritt. Und in jeder Vorwahlperiode gibt es eine grundlegende Verpflichtung der Regierung: die Rechenschaftslegung. Nicht über Absichten oder Ankündigungen, sondern über die Ergebnisse. Bei der Bilanz der sieben Jahre, die die Regierung ziehen muss, sollte sie mit ihrer ersten institutionellen Entscheidung beginnen: dem sogenannten „koordinierten Staat“ (epiteliko kratos). Im Jahr 2019 präsentierte die Regierung den koordinierten Staat als die große institutionelle Reform, die der Zersplitterung, Ineffizienz und dem Mangel an Koordination im Staat ein Ende setzen würde. Die Grundidee war, dass ein starkes Zentrum die Politik besser koordinieren, deren Umsetzung überwachen und für die Ergebnisse Rechenschaft ablegen würde. Sieben Jahre später haben wir tatsächlich keinen koordinierten Staat, sondern etwas völlig anderes. Denn der koordinierte Staat ist kein Mechanismus, der ständig neue oder die gleichen Politiken ankündigt. Es ist ein Mechanismus, der koordiniert, bewertet, korrigiert, kontrolliert und Rechenschaft ablegt. Im Griechenland des Jahres 2026 sehen wir genau das Gegenteil, zum Beispiel: Bei der Teuerung gibt es Fuel Pass, Market Pass, Warenkörbe, Schecks, Preisobergrenzen, Plattformen – und die Preise steigen weiter. Im Bereich Wohnen wurden Strategien, Programme und neue Maßnahmenpakete angekündigt, das Ergebnis ist, dass wir die höchste Miete in Europa im Verhältnis zum Einkommen haben. In der Wasserstrategie wurden wiederholt Strategien und allgemeine Pläne vorgestellt, und das Land hat das größte Risiko von Wasserknappheit in der EU. In der Küstenschifffahrt gab es aufeinanderfolgende Eingriffe, Beobachtungsstellen, Subventionen und neue Maßnahmen, aber die Ticketpreise sind unerschwinglich. Gemeinsamer Nenner? Es gibt immer eine neue Ankündigung. Selten gibt es eine öffentliche… Read More
