Skip to content

Pomeroy (Hopscotch Tourism): „Die Menschen sagen ihre Urlaube wegen des Krieges nicht ab, sie ändern ihr Reiseziel und kommen nach Spanien.“

Spanien wird in diesem Jahr trotz der geopolitischen Unsicherheiten, die durch den Krieg im Nahen Osten und die Spannungen im internationalen Luftverkehr verursacht werden, erneut Rekordzahlen im Tourismus verzeichnen. Das bestätigt Chris Pomeroy, globaler Tourismusverantwortlicher bei Hopscotch, der der Ansicht ist, dass sich das Land in Krisenzeiten als wichtigster touristischer Zufluchtsort Europas etabliert hat und die internationale Nachfrage in den kommenden Monaten weiter wachsen wird. In einem Interview mit OKDIARIO betont Pomeroy, dass Spanien aufgrund der Bedeutung des Sektors für die nationale Wirtschaft aus einer privilegierten Position heraus agiert. „12,6 % des BIP hängen vom Tourismus ab und 12,3 % der Arbeitsplätze sind direkt oder indirekt von dieser Branche abhängig“, erinnert er. Seiner Meinung nach sollte die Debatte nicht mehr darauf abzielen, die Bedeutung des Tourismus zu rechtfertigen, sondern darauf, wie man ihn managen und schützen kann. „Wir müssen erklären, wie wir die Gans pflegen, die die goldenen Eier legt.“ Der Experte ist überzeugt, dass Spanien historisch gesehen gestärkt aus internationalen Instabilitätsphasen hervorgegangen ist. „Wenn es eine Krise oder einen Krieg gibt, flüchten Investoren in Gold; europäische Reiseveranstalter flüchten nach Spanien.“ Das Land biete Sicherheit, eine ausgebaute Infrastruktur und eine ausgereifte Tourismusindustrie, die in der Lage sei, Nachfrage aus von internationalen Konflikten stärker betroffenen Reisezielen aufzufangen. Die direkte Folge sei, dass viele europäische Reisende sich dafür entscheiden, näher an ihrem Herkunftsort zu bleiben. „Die Menschen machen sich etwas mehr Sorgen, lange Strecken zu reisen, und bleiben zunächst im eigenen Land, dann in ihrer Subregion oder auf ihrem Kontinent.“ Spanien gehört somit zu den großen Profiteuren dieses veränderten Reiseverhaltens.

Rekord bei Touristen und Ausgaben pro Besucher

Pomeroy hält es praktisch für sicher, dass Spanien in diesem Jahr erneut touristische Rekorde brechen wird. „Ja, das wird dieses Jahr passieren“, antwortet er auf die Frage, ob die nach der Pandemie erreichten historischen Zahlen erneut übertroffen werden könnten. Allerdings sieht er eine Weiterentwicklung der Debatte. „Erstmals wird in diesem Jahr über den wirtschaftlichen Beitrag und die sozialen Vorteile dieser Rekorde gesprochen, mehr als über das bloße Volumen der Touristen“, erklärt er. Jahrelang lag der Fokus ausschließlich auf der Besucherzahl, während nun auch die wirtschaftlichen Auswirkungen stärker gewürdigt werden. Tatsächlich beobachtet der Manager einen wachsenden Trend zu höheren Ausgaben pro Tourist. Obwohl die gestiegenen Kraftstoffpreise und die Kosten für den Luftverkehr einen Teil des Budgets der Reisenden beanspruchen könnten, hält er die Nachfrage für weiterhin robust. „Die Menschen haben ein Budgetlimit und werden es komplett ausgeben“, erklärt er. Er weist sogar darauf hin, dass einige europäische Touristen, die ursprünglich Fernreisen in die USA oder nach Asien geplant hatten, nun… Read More

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *