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Hannibal Lecter geht ins Theater.

„Das Schweigen der Lämmer“, der Psycho-Thriller der 1990er Jahre, der Anthony Hopkins und Jodie Foster zu einigen der stärksten Rollen ihrer Karriere verhalf und mit einem Oscar für die beste Hauptdarstellung ausgezeichnet wurde, kehrt in die Gegenwart zurück nach England als Bühnenproduktion, die in Leicester beginnt, unter der Regie von Nikolai Foster. Die Dramatikerin Gina Giofrido bearbeitet das Stück nicht nach dem Film von Jonathan Demme, sondern nach dem Roman, den Thomas Harris 1988 schrieb. Und der handelt von der gefährlichen Befragung des paranoiden Psychiaters Dr. Hannibal Lecter durch die FBI-Neuzugru­r, Clarice Starling, mit dem Ziel, Informationen über den seriemörderischen Buffalo Bill zu gewinnen. Die größte Gefahr der Fortsetzung von Theaterstücken, die auf früheren Kinoerfolgen basieren, liegt in der schauspielerischen Fähigkeit der Darsteller, das Spektakel in Karaoke zu verwandeln, bemerkt Mark Lawson in seiner Kritik für den Guardian. Er stellt fest, dass Molly Gallagher, die Hauptdarstellerin von „Das Schweigen der Lämmer“ im Curve-Theater, die überzeichnete Aussprache von Jodie Foster nachahmt und eine aggressivere Gangart in ihrem Gang betont. Lecter von John Patrick gelingt es, eher wie ein Amerikaner zu wirken, obwohl der Charakter in Harris’ Roman Litauer ist. Im Vergleich zu Hopkins’ Darstellung vermeidet er das Säuseln der ausgesogene Lippen und strahlt dennoch weniger Charme und Weltoffenheit aus. Nikolai Foster schafft im Theater eine Art geteilte Leinwand, die die Hauptbühne mit den stillen Backdrops der anderen Figuren rahmt. Dennoch, trotz Fosters einfallsreicher Inszenierung der Handlung, kann der Inhalt irritieren. Read More

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