Skip to content

Wende in der Geschichtsschreibung: Die Schlacht von Hastings fand nicht so statt, wie wir es gelernt haben.

Eine der ikonischsten Erzählungen der englischen Geschichte scheint ins Wanken zu geraten. Die Geschichte von König Harold, der angeblich erschöpft England durchquerte, um Wilhelm dem Eroberer in der Schlacht von Hastings entgegenzutreten, wird durch neue wissenschaftliche Forschung grundlegend neu bewertet. Und das Fazit ist eindeutig: Der berühmte „heroische Marsch“ hat wahrscheinlich nie stattgefunden.

Nach den neuen Erkenntnissen stützte sich der englische König nicht auf einen verzweifelten, kräftezehrenden Landmarsch, sondern auf einen viel komplexeren und besser organisierten militärischen Plan, der Land- und Seestreitkräfte kombinierte. Anstatt England zu Fuß zu durchqueren, nutzte er offenbar in großem Umfang eine Flotte, um seine Truppen nach Süden zu verlegen.

Diese Neubewertung beruht auf einer neuen Auslegung der Angelsächsischen Chronik, eines der wichtigsten historischen Texte der Epoche. Seit mehr als 200 Jahren hatten Historiker eine Formulierung der Chronik als Hinweis verstanden, Harold habe seine Flotte vor der Schlacht aufgelöst. Die neue Analyse zeigt jedoch, dass diese Wendung wohl fehlinterpretiert wurde: Die Schiffe wurden nicht abgezogen, sondern kehrten zu ihrer Basis in London zurück und blieben einsatzbereit. Dieses Detail verändert alles. Blieb die Flotte in Betrieb, konnte Harold seine Kräfte schnell und effizient verlegen, ohne seine Soldaten mit einem langen Marsch zu erschöpfen. Das bedeutet, dass das Bild eines müden und unvorbereiteten Heeres vor der Schlacht wahrscheinlich falsch ist.

Der neue Ansatz zeigt Harold nicht als einen Herrscher, der übereilt reagierte, sondern als einen Feldherrn mit klarem Plan. Laut Read more custom

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *